Förderverein e.V. für das Deutsche Schützenmuseum und die Gründungsstätte Gotha von 1861 des Deutschen Schützenbundes

(gegründet 1994 als"Förderverein Deutsche Schützentradition")

Gründung, Gotha als "Vorort" des Deutschen Schützenbundes

Im Jahr 1824 gründet sich in Aarau der "Schweitzer Schützenverein" und führt alle zwei Jahre ein großes, nationales Schützenfest durch. Diesem Beispiel folgend entstanden verschiedene regionale Zusammenschlüsse von Schützenvereinen.

Die Gothaer Altschützen (gegr. vor 1442- erstmals erwähnt 1168) planten für 1859 ein erstes gesamtdeutsches Schützenfest in Gotha.

Der Wunsch der Vereinigung resultiert auch im Hinblick auf die Vereinheitlichung der schießtechnischen, sprich sportlichen Wettkampfbedingungen (Länge und Kaliber der Waffen, objektive Messbarkeit der Ergebnisse an Hand von einheitlichen Entfernungen und Trefferscheiben - Zielscheiben).

Mitbegründer des Deutschen Schützenbundes und bis zu seinem Tod dessen erster Präsident sowie Initiator und Organisator der Deutschen Bundesschießen war der Gothaer Staatsanwalt und spätere Direktor des Landgerichts Gotthilf Albert Sterzing (*26.02.1822 in Zella St. Blase, gest. 17.10.1889 in Gotha).

Bei der Gründung des DSB und den folgenden Festen spielet neben dem fairen sportlichen Wettkampf auch das Treffen aller deutschen und befreundeten ausländischen Schützen mit den verschiedensten Strömungen der Einheitsbewegung eine große Rolle.

Es waren somit auch immer politische Zusammenkünfte!

Das 25- jährige Jubiläum wird auf Initiative des Präsidenten A. Sterzing in Gotha gefeiert.

Aus Anlass wurde der Schießhaussaal nach Plänen des berühmten Gothaer Architekten Bohnstedt umgebaut.

Ein großer repräsentativer Pokal wird als Preis ausgesetzt, der noch heute bei den Schützensachen im Regionalmuseum vorhanden ist.

Im Schützenpark des Gothaer Schützenhofes wird das Denkmal des Gründungsvaters Albert Gotthilf Sterzing enthüllt. Aus allen Teilen Deutschlands reisen Delegationen der im DSB organisierten Schützen an, um "ihren" Präsidenten auf dem Areal der Gründungsstätte postum zu ehren. Der Präsident des ersten deutschen Sportverbandes war am 17.10.1889 verstorben.

 

Das 50- jährige Jubiläum des Deutschen Schützenbundes wird in der blühenden Residenzstadt Gotha begangen. Wieder ziehen die Vertreter der Schützenvereinigungen aus ganz Deutschland durchdie Straßen der von den Gründerjahren und dem Jugendstil architektonisch geprägten Stadt.



Die Führer des neuen "Reichsbundes für Leibesübungen" verbieten die Durchführung des 75- jährigen Jubiläums des DSB in Gotha.

Die Altschützengesellschaft begeht dennoch das Jubiläum in den Anlagen und im berühmten Schießhaussaal, allerdings in eigenem Namen.



Erstes Deutsches Schützenmuseum

Eröffnung 1907 in Nürnberg

Das Haus war gleichzeitig Sitz der Geschäftsstelle des DSB und seines Präsidenten sowie der Redaktion der Deutschen Schützenzeitung.

Nach der Machtergreifung der Nazis wurden alles Verbände und Vereine "gleichgeschaltet". So auch der Deutsche Schützenbund. Die Liquidierung wurde zwar 1935 formal vom Gesamtvorstand des DSB beschlossen, aber juristisch von ihm selbst nicht vollzogen.

Das Haus wurde im Januar 1945 ausgebombt.

Das Präsidium des DSB gründete darauf den "Verein zur Erhaltung und Weiterführung des Dt. Schützenmuseums" und arbeitete an Ort und Stelle weiter wie bisher. 

Diese Verzögerungstaktik mündete darin, dass Präsident Lorenz von der Gestapo Anfang 1938 für 10 Tage in Beugehaft genommen wurde, Während der Haft wurde das Haus durch die Gestapo zwangsweise geräumt. Teile davon wurden in das Germanische Museum Nürnberg sowie nach Berlin und München verbannt.

Das Archiv und die Ausstellungsstücke sind seitdem verschollen.


Der Deutsche Schützenbund war offensichtlich der einzige Sportverband, der sich einer Eingliederung in das NSRL widersetzt hat!


Förderverein Deutsche Schützentradition


Die Gründung des Fördervereins



Bedingt durch die Eröffnung des Museums in Callenberg wurden Name, Inhalt und Ziele des Fördervereins im Jahr 2004 neu bestimmt: "nomen est omen"!



Die aktuellen Schwerpunkte sind:

die bauliche Erhaltung und Instandsetzung der Gebäude

Die Gothaer Stadthalle, das namentliche "Schießhaus" der Altschützengesellschaft und der Gründungshalle des DSB, wurde inzwischen durch die Stadt aufwendig und denkmalsgerecht saniert. Es wurden dabei ca. 2,8 Mio. € investiert!